Gasverbrauch umrechnen: von Kubikmetern zu Kilowattstunden
Der Gaszähler misst meist Kubikmeter. Der Tarif wird je Kilowattstunde abgerechnet. Für die Umrechnung benötigen Sie zwei Werte aus Ihrer Rechnung: Brennwert und Zustandszahl.
Die Umrechnungsformel
Verbrauch in kWh = Verbrauch in m³ × Brennwert × Zustandszahl. Diese Berechnung beschreibt auch die Bundesnetzagentur. Der Brennwert gibt den Energiegehalt des Gases an; die Zustandszahl berücksichtigt die Umrechnung des gemessenen Volumens auf den Abrechnungszustand.
Modell: 1.200 m³ × 11,2 kWh/m³ × 0,95 = 12.768 kWh. Verwenden Sie für Ihre Rechnung die Werte Ihres Versorgers für den jeweiligen Zeitraum. Der überschlägige Faktor zehn ist kein genauer Ersatz für diese Angaben.
Vom Zählerstand zum Verbrauch
Ziehen Sie den Anfangszählerstand vom Endzählerstand ab. Beispiel: Aus 9.850 minus 8.650 m³ werden 1.200 m³ Verbrauch. Die Zahl 9.850 ist der kumulierte Zählerstand und gehört nicht als Jahresverbrauch in den Tarifrechner.
Prüfen Sie bei mehreren Abrechnungsabschnitten, ob ein anderer Brennwert, eine Preisänderung oder eine Schätzung berücksichtigt wurde. Rechnen Sie die Abschnitte getrennt nach, soweit die Rechnung sie entsprechend aufschlüsselt. Fotos von Zählerständen helfen, die Mengen zu prüfen.
Kosten mit derselben Energiemenge vergleichen
Bei einem angenommenen Arbeitspreis von 10 Cent/kWh und 180 Euro Jahresgrundpreis kosten 12.768 kWh rechnerisch 1.456,80 Euro. Bei 11 Cent und 120 Euro Grundpreis wären es 1.524,48 Euro. Der niedrigere Grundpreis gleicht hier den höheren Arbeitspreis nicht aus.
Beide Preise sind Modellwerte. Für einen echten Vergleich übernehmen Sie Ihre Postleitzahl, die jährlichen kWh und die Bruttopreise der konkreten Angebote. Stellen Sie einmalige Boni gesondert dar und vergleichen Sie auch die Kosten ohne diese Beträge.
Wenn nur wenige Monate vorliegen
Gas zum Heizen wird stark saisonal verbraucht. Drei Sommermonate mal vier ergeben daher keinen verlässlichen Jahreswert. Liegt eine vollständige Vorjahresrechnung vor, verwenden Sie diese als Ausgangspunkt und berücksichtigen Sie Änderungen bei Fläche, Gebäude oder Nutzung.
- Warmwasser und Raumheizung getrennt bedenken.
- Geschätzte Ablesungen in der Rechnung erkennen.
- Bei einem Umzug nicht einfach den Zählerstand der alten Wohnung übernehmen.
- Ungewöhnliche Abweichungen mit dem Anbieter klären, bevor Sie daraus ein vermeintliches Einsparpotenzial ableiten.



